Es ist einem Elternpaar von 3 Sternenkindern zu verdanken, dass eine Petition auf
den Weg gebracht wurde, die das Gesetz, dass nur Babys ab einem
Geburtsgewicht ab 500g ins Personenstandsregister eingetragen werden
können, gekippt wurde.
Dieses Elternpaar kämpfte seit nun mehr 4 Jahren unermüdlich darum, das auch
kleinst geborene Sternenkinder offiziell einen Namen und eine Geburts- bzw.
Sterbeurkunde bekommen können.
Das Gesetz zur Änderung personenstandsrechtlicher Vorschriften
(Personenstandsrechtsänderungsgesetz  PStRÄndG) wurde am 31. Januar 2013
einstimmig im Deutschen Bundestag beschlossen. Das Gesetz gibt Eltern von so
genannten „Sternenkindern“  also Kindern, die mit einem Gewicht unter 500 Gramm
tot geboren wurden, erstmals die Möglichkeit, die Geburt beim Standesamt dauerhaft
dokumentieren zu lassen und ihrem Kind damit offiziell eine Existenz zu geben. Bisher
war eine solche Beurkundung nicht möglich.
Eltern von „Sternenkindern“ unterstützen
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder: „Die Änderung des
Personenstandsrechts zugunsten der vielen Mütter und Väter eines so genannten
‚Sternenkindes‘ ist nicht nur rechtlich und familienpolitisch notwendig, sondern vor
allem eine Frage der Menschlichkeit. Eltern, die mit einer Fehlgeburt einen schweren
Schicksalsschlag erlitten hatten, mussten bisher auch noch hinnehmen, dass ihr totes
Kind behandelt wird, als hätte es nie existiert. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt eine
Regelung finden konnten, die endlich einen würdigen Umgang ermöglicht mit diesen
‚Sternenkindern‘, wie viele Eltern sie nennen. Die Neuregelung sieht vor, dass Eltern
ihr totes Kind beim Standesamt namentlich anmelden können. Sie können ihm damit
offiziell eine Existenz geben und erhalten einen Raum, um Abschied zu nehmen und
als Familien wahrgenommen zu werden. Mir war es wichtig, dass die neue Regelung
rückwirkend auch für Mütter und Väter gilt, die diesen schweren Schicksalsschlag
bereits erleiden mussten.“
Gespräch mit Eltern
Aus diesem Anlass traf sich Kristina Schröder am 31. Januar in Berlin mit den
Eheleuten Martin, mit deren Schicksal und ganz persönlichem Einsatz dieser neue
Umgang mit den so genannten „Sternenkindern“ besonders eng verbunden ist.
Das Personenstandsrechtsänderungsgesetz setzt zudem eine Forderung des
Deutschen Ethikrates im Bereich der Intersexualität um. Damit wird es erstmals
möglich, das Geschlecht intersexueller Menschen im Geburtenregister offen zu
lassen. Beide Neuregelungen gehen zurück auf die Initiative der
Bundesfamilienministerin.
Der Bundesrat hat am 01.03.2013 einstimmig dem Gesetz zugestimmt!
Das Personenstandsrechts-Änderungsgesetz wurde am 14. Mai 2013 im
Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 23, Seite 1122, verkündet.
Die Sternenkinderregelung trat damit am 15. Mai 2013 in Kraft.

So sieht die Bescheinigung für das Familienstammbuch aus:

Für weitere Informationen bitte auf den folgenden Link klicken:
http://jltfpw.jimdo.com/alle-informationen-zur-gesetzesänderung-der-petition-
sternenkinder/faq/
Um Ihr Kind beim Standesamt eintragen zu lassen, muss der behandelnde Arzt/Ärztin
bzw. Geburtshelfer/in, ein Formular ausfüllen. Dieses finden Sie unter dem Reiter
„Bescheinigung über Fehlgeburt“. Mit dieser ausgefüllten Bescheinigung gehen Sie
zum Standesamt in dem Ort, wo Ihr Kind zur Welt gekommen ist.